Telekom DSL
Seit 1999 steht Telekom DSL für schnelle Internet-Breitbandverbindungen. Am 1. Juli startete die Deutsche Telekom, die als Nachfolger der Deutschen Bundespost bis 1998 die Hoheit über das deutsche Telefonnetz hatte, ihre "Breitbandoffensive". In Großstädten wie Berlin, Köln, Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart wurden die ersten DSL Anschlüsse geschaltet und damit Telekom DSL möglich gemacht. Der Telekom DSL Anschluss kam unter dem Namen T-DSL auf den Markt. Er basierte auf der ADSL Technik und konnte zunächst nur als gebündeltes Angebot gemeinsam mit einem ISDN Anschluss bestellt werden. Den "Pionieranschluss" konnte man nur mit einer fixen Bandbreitenkombination bestellen: 768 kbit/s im Downstream und 128 kbit/s im Upstream.
In den folgenden Jahren erhöhten sich die Bandbreiten durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Telekom DSL Technik. Bereits im Jahr 2000 konnte man über die Deutsche Telekom DSL auch zusammen mit einem analogen Anschluss bekommen - jedoch zum selben Preis wie das ISDN Angebot. Im Herbst 2002 erhöhte sich der maximale Download auf 1536 kbit/s, beim Upload konnten bis zu 192 kbit/s erreicht werden. Im Frühjahr 2004 wählten Kunden bereits standardmäßig zwischen den neuen DSL Geschwindigkeiten 1024, 2048 und 3072 kbit/s. Seit der Einführung der schnelleren DSL Variante ADSL 2+ im Jahr 2006 ist in einer steigenden Zahl von Anschlussbereichen Telekom DSL mit bis zu 16000 kbit/s möglich.
Ab Juli 2004 bot nicht mehr nur Telekom DSL selbst den TDSL Anschluss an: Ab diesem Zeitpunkt konnten ihn auch andere DSL Anbieter unter dem eigenen Namen vermarkten. Daraufhin etablierten sich DSL Provider wie 1&1 oder Freenet schnell als sogenannte DSL Reseller (Wiederverkäufer). Von den zum Ausklang des Jahres 2006 etwa 10,3 Millionen durch die Telekom geschalteten DSL Anschlüssen wurden 3,2 Millionen als T-DSL Resale-Anschlüsse vertrieben.
Der einstige Monopolist Deutsche Telekom steht zunehmend im Wettbewerb mit alternativen Anbietern wie Alice DSL, Arcor DSL oder Versatel DSL. Diese DSL Anbieter verfügen über eine eigene Infrastruktur, bedeutet: Zugang zum Telekom-Telefonnetz. Lediglich die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die den Vermittlungskasten mit den einzelnen Haushalten verbindet, bleibt weiterhin im Besitz der Telekom.
Hier finden Sie Informationen zu den DSL-Marken der Telekom:
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